
Das Jubiläum ist Anlass, eine Bilanz zu ziehen und zugleich auf aktuelle Herausforderungen in der Suchtprävention aufmerksam zu machen.
„Check it!“ setzt auf die Zusammenarbeit von Schulen, Polizei und Suchthilfe. Ziel ist es, Jugendliche frühzeitig zur erreichen und für Risiken im Umgang mit Alkohol und anderen Suchtmitteln zu sensibilisieren. „Seit Projektbeginn haben rund 300 Schulklassen an dem Angebot teilgenommen“, erklärt Valentina Beckin. „Das bedeutet, dass wir bislang etwa 7.000 Schülerinnen und Schüler erreicht und ihr Bewusstsein für das Thema geschärft haben.“
Schule gilt als zentraler Ort für Prävention. Hier setzt das Projekt an: Fachkräfte der Anlaufstelle LOBBY vermitteln Wissen praxisnah und beziehen die Jugendlichen aktiv ein. So kommen unter anderem Rauschbrillen zum Einsatz, die die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit erfahrbar machen.
Ein weiterer Bestandteil ist die Aufklärung durch das Kommissariat Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Paderborn. Dabei geht es um Jugendschutzbestimmungen sowie strafrechtliche Konsequenzen im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln.
Besonders eindrücklich ist für viele Jugendliche der Austausch mit Patientinnen und Patienten der Drogenentgiftungsstation „Nadelöhr“. Sie berichten aus ihrem Alltag und zeigen, welche Folgen eine Suchterkrankung haben kann und welche Wege aus der Abhängigkeit möglich sind.
Auch Eltern werden einbezogen. An Elternabenden erhalten sie Informationen und Hinweise zur Unterstützung ihrer Kinder und werden im Rahmen des Projekts aktiv in die Präventionsarbeit eingebunden.
Angesichts aktueller Entwicklungen – etwa veränderter Konsumgewohnheiten bei Jugendlichen – bleibt Präventionsarbeit weiterhin wichtig. „Check it!“ wird daher kontinuierlich weiterentwickelt, um junge Menschen möglichst früh zu erreichen.
Über den Caritasverband Paderborn e.V.
Der Caritasverband Paderborn e.V. ist Ansprechpartner für Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen. Unter dem Dach des Verbandes werden 47 Fachdienste und Einrichtungen betrieben. Dazu gehören ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Beratungsdienste für Eltern, Kinder und Jugendliche, Suchtkranke, Migranten, verschuldete Personen sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe bis hin zu Offenen Ganztagsschulen.