
Der Tag der Pflege findet traditionell am 12. Mai, dem Geburtstag von Florence Nightingale, statt. Sie gilt als Begründerin der modernen Krankenpflege und ist sozusagen eine Ikone der Pflege. Mit dem jährlich wechselnden Motto wollen 16 Einrichtungen und Träger der Region Paderborn aus Altenhilfe und Krankenhäusern gemeinsam ein Signal für ihre Branche sowie ihre Mitarbeitenden und auch die herausfordernde Situation rund um das Thema Pflege insgesamt setzen. Schirmherr des Tags der Pflege ist Christoph Rüther, Landrat des Kreises Paderborn.
„Wir wollen zeigen, wie positiv die Arbeit in der Pflege ist“, sagt Martin Wolf, Vorstand der Stiftung St. Johannisstift. „Pflege ist, insbesondere für junge Menschen, häufig nicht sexy konnotiert. Das liegt zum Teil auch an uns selbst als Einrichtungen, wenn wir die positiven Aspekte nicht ausreichend und zielgruppengerecht kommunizieren.“ Es sei oft gar nicht bekannt, dass ein junger Mensch mit zum Beispiel einem Hauptschulabschluss und einer Ausbildung zur Pflegefachkraft bereits mit Mitte 20 Wohnbereichsleitung sein könne, mit einem Monatsbruttoeinkommen von fast 4.500 Euro, natürlich u.a. je nach Tarifwerk und Weiterbildung.
„Wer Verantwortung übernehmen möchte, ist bei uns richtig“, sagt Mirielle Neumann stv. Bereichsleiterin Pflege & Gesundheit der Caritas Paderborn. „Ob du als Schülerin oder Schüler mustergültig unterwegs warst, interessiert uns nicht. Ob du schon in deinen 40ern oder 50ern bist und dein alter Job für dich nicht mehr funktioniert – bei uns bist du willkommen.“ Eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann (dreijährige Ausbildung) oder zur Pflegefachassistenz (zweijährige Ausbildung) sei im Grunde jederzeit möglich und der Job danach sicher.
KI-sicher, übrigens – ein immer wichtiger werdender Punkt bei der Entscheidung für einen Beruf. Als Pflegefachkraft wirst du nicht von einer KI ersetzt.
Wer sich für die beruflichen Möglichkeiten in der Pflege interessiert, kann sich auf den Karriereseiten der Einrichtungen und Träger aus Paderborn informieren. Auf der Karriereseite der Stiftung St. Johannisstift (www.johannisstift.de/karriere) gibt es zum Beispiel auch einen Gehaltsrechner und auf den Seiten der Paderborner Caritas (www.karriere-caritas-pb.de) Bewerbungstipps und FAQ. Und wer sich einen Eindruck vom Berufsalltag verschaffen möchte, der schaut auf den Social-Media-Kanälen der Träger vorbei: Auf Instagram, TikTok, Facebook und YouTube zeigen Pflegende und Pflegebedürftige gemeinsam hautnah, was Pflege täglich bedeutet.
Vor Ort berichten:
Madeleine Aslaner, St. Johannisstift (eingestellt als Pflegehelferin, jetzt Wohnbereichsleitung im Sophie Cammann-Haus)
Vanessa Rex, Caritasverband Paderborn (hat sich zur Pflegedienstleitung hochgearbeitet)
Sarah Niggemeier, Christliches Klinikum Paderborn (examinierte Pflegefachkraft, Bachelor-Absolventin, Pflege-Expertin, startet in Kürze ihren Master-Studiengang)
Leonhard Joas, Christliches Klinikum Paderborn (examinierte Pflegefachkraft, eingesetzt auf der Intensivstation, plant dort seinen weiteren Werdegang)
Larissa Liebing, St. Vincenz-Kliniken (Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, B. Sc. Pflege Dual, M.A. Gesundheitsmanagement, Weiterbildung zur und Tätigkeit als Diabetesberaterin)
Julia Schünemann (Gesundheits- und Krankenpflegerin, Fachweiterbildung Notfallpflege, Praxisanleiterin, tätig in der zentralen Notaufnahme
Die 16 teilnehmenden Einrichtungen am Tag der Pflege 2026
Caritasverband Paderborn, Caritasverband Büren, Caritas Wohn- und Werkstätten CWW, Caritas-Altenzentrum Hövelhof, Christliches Klinikum Paderborn, Haus Bredemeier, Ev. Martinsstift, Medizinisches Versorgungszentrum, Perthes Stiftung, Die Sonnenblume Häusliche Alten- und Krankenpflege, Kolping Pflege gGmbH, St. Johannisstift, St. Vincenz Kliniken, Stiftung Westphalenhof, Verbund katholischer Altenhilfe, Reichsbund freier Schwestern
Über den Caritasverband Paderborn e.V.
Der Caritasverband Paderborn e.V. ist Ansprechpartner für Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen. Unter dem Dach des Verbandes werden 47 Fachdienste und Einrichtungen betrieben. Dazu gehören ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Beratungsdienste für Eltern, Kinder und Jugendliche, Suchtkranke, Migranten, verschuldete Personen sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe bis hin zu Offenen Ganztagsschulen.