Interview mit Vorstand Patrick Wilk bei Radio-Hochstift am 19.03.2020

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf unsere Dienste haben sich massiv beschleunigt. Seit dem 11. März bewerten wir täglich in unserem Krisenstab die Situation, treffen Entscheidungen, beantworten Fragen und halten unsere Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand.

In Anbetracht der Wucht, mit der uns die Krise trifft, bin ich schwer beeindruckt, mit welchem Engagement die Kolleginnen und Kollegen im Caritasverband mitdenken und Verantwortung übernehmen! Obwohl alle unter Druck stehen, - sei es, sie haben selbst Angst sich zu infizieren oder dass sie sich um eigene Angehörige kümmern, müssen - setzen sich alle für ihre Patienten, Bewohner und Klienten ein. Dafür ganz herzlichen Dank und meinen allergrößten Respekt!

Bisher haben wir es geschafft, alle Dienste aufrechtzuerhalten, soweit es nicht behördlich untersagt wurde. Die Kolleginnen und Kollegen der ambulanten Dienste versorgen weiterhin ihre Klienten zuhause, trotz eigener Ansteckungsgefahr. Den Krankenhäusern haben wir angeboten, Ihnen bei Bedarf weitere Patienten abzunehmen, um dort Betten für andere frei zu machen. In den Tagespflegen, Kitas und Offenen GSen haben wir Notgruppen eingerichtet, um Angehörige von systemrelevanten Personen zu betreuen. Die Beratungsdienste weiten ihre telefonischen Angebote aus und sind über die Online-Beratung erreichbar.

Ich wünsche allen Kolleginnen und Kollegen sowie ihren Angehörigen, dass sie gesund bleiben!

Trotz aller Einschränkungen, die möglicherweise noch ausgeweitet werden, erlebe ich eine große Welle von Engagement, Solidarität und Verantwortung! Deshalb bin ich mir sicher, dass wir diese Krise gemeinsam durchstehen werden und unsere Dienstgemeinschaft danach noch stärker ist.

Patrick Wilk