Diözesan-Caritasverband setzt Förderung des Psychosozialen Zentrums in Paderborn fort

Der Diözesan-Caritasverband wird das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge in Paderborn weiter unterstützten (v.l.) Martin Strätling (Leiter des PSZ) Friedhelm Hake, Christiane Vogel (Leitung des Referates Migration, Asyl und Partizipation im DiCV) und Caritasdirektor Josef Lüttig Der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn wird das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) in Paderborn zwei weitere Jahre finanziell unterstützen. Das sicherte Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig jetzt dem Caritas-Ortsverband in Paderborn zu, der Träger des PSZ ist.

Das im April 2016 gegründete Psychosoziale Zentrum leistet niedrigschwellige Therapie- und Beratung für Flüchtlinge und Asylsuchende mit akuter Traumatisierung sowie anderen psychischen Störungen wie Depressionen, Angststörungen oder somatoformen Störungen. Es wird vom Caritasverband für das Erzbistum Paderborn, dem Land NRW und dem Kreis Paderborn finanziert. Caritas und das Land haben bereits zugesagt, die Finanzierung fortzusetzen, der Kreis entscheidet darüber bei den anstehenden Haushaltsverhandlungen.

Ausschlaggebend für die positive Entscheidung des Caritas-Diözesanverbandes ist die Bilanz der ersten zwei Arbeitsjahre des Psychosozialen Zentrums. Schon 2016, im ersten Jahr, erreichte das PSZ 85 Klienten. 2017 erhöhte sich die Zahl der Klienten auf 166. In diesem Jahr wurden bereits mit 250 Klienten Therapie- und Beratungsgespräche geführt – eine Verdoppelung der Klientenzahlen vom Vorjahr ist möglich. Die meisten KlientInnen des PSZ kommen aus dem Kreis Paderborn.

Drei Psychologen arbeiten im PSZ, um der großen Anfrage gerecht zu werden. Zudem kooperiert das PSZ mit den psychologischen und psychiatrischen Regeldiensten in Paderborn. Dennoch beträgt die Wartezeit für einen ersten Gesprächstermin bis zu zwei Monate. Auch die Zahl der Anmeldungen für Kinder und Jugendliche steigt kontinuierlich.

Nahezu alle Klientengespräche im PSZ werden unter Einbeziehung von Kultur- und Sprachmittlern geführt, die für ihre Arbeit im psychotherapeutischen Kontext geschult sind. „Auch diese Zusammenarbeit hat sich bewährt“, sagte Caritas-Bereichsleiter Friedhelm Hake im Gespräch mit Josef Lüttig. Hake leitet die Sozialen Dienste im Caritasverband Paderborn.

Caritasdirektor Josef Lüttig betont, der Caritasverband für das Erzbistum fördere geflüchtete Menschen ohne Ansehen ihres Flüchtlingsstatus. Das gelte für Menschen, die bereits im Besitz einer Anerkennung auf Asyl sind, aber auch für diejenigen, die sich noch auf im Anerkennungsverfahren befinden oder in Deutschland geduldet werden. „Auch Asylsuchende mit geringer Aufenthaltsperspektive brauchen psychische Stabilisierung, damit sie bei ihrer Rückkehr Hilfen in Anspruch nehmen und neue persönliche Perspektiven entwickeln können“, sagte der Diözesan-Caritasdirektor.