Die neue Inklusive KiTa St. Martin vereint viele Vorteile

Die Inklusive Kindertagesstätte St. Martin hat viele Partner – und alle waren zur Eröffnung gekommen: (v.l.) Bürgermeister Ulrich Berger, Pfarrer Martin Beisler, Landtagsabgeordneter Bernhard Hoppe-Biermeyer, Hermann-Josef Schulte, stv. Landrat Hans-Bernd Janzen, Dominik Schulte, Maria Schulte, Mechtild Schulte-Hengesbach, Karl-Heinz Wiegard, Patrick Wilk, Friedhelm Hake, Leiter des Kreisjugendamts Günther Uhrmeister und Christian Hagen, Fachberatung Kreisjugendamt. Am Namenstag des heiligen Martin haben Eltern, Kinder und Mitarbeiter der „Inklusiven KiTa St. Martin Salzkotten“ die offizielle Eröffnung ihrer Kindertagestätte gefeiert. Das Gebäude an der Dr.-Krismann-Straße wurde von der Salzkottener Unternehmerfamilie Schulte in nur zehn Monaten errichtet. Nach der Eröffnungsveranstaltung besichtigten am Nachmittag viele Salzkottener die neue Kindertagesstätte.

Bürgermeister Ulrich Berger erinnerte sich in seinem Grußwort noch gut an den Handyanruf von Hermann-Josef Schulte, der ihm von seiner Idee berichtete, neben der Schulte Firma „Schulte-Condor“ einen Kindergarten zu bauen. Der Bürgermeister stellte den Kontakt zum Caritasverband Paderborn her, der nach einem Standort für eine inklusive KiTa suchte. Schnell wurde man sich einig. Das galt offenbar auch für den Namen. Pfarrer Martin Beisler, der das Haus segnete, berichtete von dem Gespräch, das genau ein Jahr zuvor auf dem Martini-Markt stattgefunden hatte und bei dem es um die Namensgebung ging. „Letztlich ist es bei dem besten, nämlich St. Martin, geblieben“, sagte Beisler.

Mit der neuen KiTa sei Salzkottens Bedarf an Kindergartenplätzen trotz steigender Geburtenzahlen und höherer individueller Betreuungsstunden von Seiten der Eltern weitestgehend gedeckt, sagt der stellvertretende Landrat Hans-Bernd Janzen. Die KiTa St. Martin habe durch die Zusammenarbeit mit der Familien Schulte als privatem Investor und dank des pädagogischen Konzepts Modellcharakter. In die Inklusive Kita St. Martin werden Kinder mit einem Handicap in einer heilpädagogischen Gruppe aufgenommen. Früher hatten Kinder aus dem Südkreis einen vergleichsweise weiten Weg, weil sie bis zur Inklusiven Kita St. Christophorus in Sennelager fahren mussten – ebenfalls eine Caritaseinrichtung.

St. Martin hat einige Erzieherinnen und Therapeuten von St. Christophorus in das Team übernommen. „Damit vereint die neue KiTa die pädagogische und therapeutische Erfahrung, die wir seit Jahrzehnten gesammelt haben, mit dem Vorteil eines neuen, hellen und freundlichen Gebäudes“, sagt Patrick Wilk, Vorstand des Caritasverbandes Paderborn e.V.

Auch Patrick Wilk wies auf die gute Zusammenarbeit alle Beteiligten hin, ohne die die KiTa nicht möglich geworden wäre. Die Stadt Salzkotten hat den Eigenanteil des Caritasverbandes übernommen, der wegen der inklusiven Ausrichtung der KiTa mehr in die Ausstattung investieren muss als üblich. In die KiTa ist eine Außenstelle der Interdisziplinären Frühförderstelle eingezogen. Eltern mit einem behinderten oder entwicklungsverzögerten Kind, die Rat und Unterstützung suchen, müssen jetzt nicht mehr wie vorher bis nach Paderborn fahren.

Die Gäste hatten zur Eröffnung Geschenke mitgebracht. Bürgermeister Ulrich Berger überreichte ein Bobbycar, die Gäste vom Kreis ein Steckenpferd. Beides war bei den kleinen Zuhörern heiß begehrt. Das Präs­­ent der Bauherren, Hermann-Josef und Dominik Schulte, bekam einen Ehrenplatz auf dem Rednerpult: Ein großes Sparschwein, das, zusammen mit dem neuen Förderverein von St. Martin, in Zukunft dabei mithelfen wird, Anschaffungen für die KiTa zu finanzieren.