Caritasverband Paderborn setzt auf verbandsübergreifende Kooperationen

Caritasrat, Vorstand und Bereichsleiter Caritasverband Paderborn (v.l.): Hubert Böddeker (Vorsitzender Caritasrat), Vorstand Patrick Wilk, Birgit Tegethoff (stellv. Vorsitzende Caritasrat), Klaus Henke (Caritasrat), Hans-Werner Hüwel (Bereich Pflege und Gesundheit), Friedhelm Hake (Bereich Sozial Dienste), Marcell Dürdodt (Bereich Personal), Pfarrer Georg Kersting (Caritasrat) und Michael Dellwig (Bereich Wirtschaft und Finanzen). Nicht auf dem Foto: Dr. Ulli Polenz und Norbert Linnebank (Caritasrat)           Foto: Flüter/CV Paderborn Caritasrat, Vorstand und Bereichsleiter Caritasverband Paderborn (v.l.): Hubert Böddeker (Vorsitzender Caritasrat), Vorstand Patrick Wilk, Birgit Tegethoff (stellv. Vorsitzende Caritasrat), Klaus Henke (Caritasrat), Hans-Werner Hüwel (Bereich Pflege und Gesundheit), Friedhelm Hake (Bereich Sozial Dienste), Marcell Dürdodt (Bereich Personal), Pfarrer Georg Kersting (Caritasrat) und Michael Dellwig (Bereich Wirtschaft und Finanzen). Nicht auf dem Foto: Dr. Ulli Polenz und Norbert Linnebank (Caritasrat) Foto: Flüter/CV Paderborn

Mitarbeitergewinnung, Ausbildung, Arbeit am Image: Das sind die aktuellen Herausforderungen der Caritas. Sie prägten auch das vergangene Jahr, auf das der Caritasverband Paderborn bei der Delegiertenversammlung im Forum St. Liborius zurückblickte. Die neue Mustersatzung des Verbandes sieht ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter bei der Besetzung der Organe des Verbandes vor.

Das Geschäftsjahr schloss der Caritasverband mit einem positiven Ergebnis ab, das in die Rücklage zufließt. Hubert Böddeker, Vorsitzender des Caritasrates, erinnerte daran, dass die Finanzierung der Caritasarbeit eine ständige Herausforderung ist. „Wir sind gut aufgestellt“, betonte Böddeker, doch der Caritasverband lebe von einer Mischkalkulation. Wenn die Einnahmen bestimmter Dienste zurückgehen, sind auch andere gefährdet. Deshalb bestehe weiterer „Optimierungsbedarf“.

Tatsächlich hat der Caritasverband Paderborn 2018 große Anstrengungen unternommen, die sich auch wirtschaftlich bemerkbar machten. Vorstand Patrick Wilk zeichnete die wichtigsten Entwicklungen des Jahres nach, das von verbandsübergreifenden Kooperationen geprägt war.

Gemeinsam mit den Trägern der Wohlfahrtsverbände startete der Caritasverband die kreisweite Kampagne für Pflegeberufe: „Fühlt sich richtig an!“ Höhepunkt war im September 2018 eine Diskussion von Pflegekräften mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Paderborner Rathaus. Die Kampagne wird 2019 fortgesetzt, unter anderem mit der Partygala „Nachtschicht“ zum Internationalen Tag der Pflege. Der Caritasverband Paderborn war maßgeblich an der Gründung der „Caritas Dienstleistungsgenossenschaft“ (cdg) beteiligt.

Rechtsanwalt Klaus Henke, Mitglied des Caritasrats, erläuterte die neue Mustersatzung, die der Paderborner Ortsverband vom diözesanweiten Caritasverband für das Erzbistum Paderborn übernimmt. Sie sieht neben der Neuregelung zum ausgewogenen Verhältnis der Geschlechter in den Organen vor, dass dem Caritasrat Mitglieder aus anderen christlichen Kirchen angehören können. Der Caritasrat entspricht in seiner Funktion einem Aufsichtsrat.

Hans-Werner Hüwel, Leiter des Bereichs Gesundheit und Pflege, erläuterte, wie der Caritasverband den besonderen demographischen Herausforderungen der kommenden Jahre begegnet. Der Verband hat einen Hilfemix aufgebaut: von der betreuten Gruppe über die häusliche Pflege bis zur stationären Einrichtung.

In Zukunft wird die Bedeutung der stationären Einrichtungen abnehmen, sagte Hüwel. Der Caritasverband hat darauf bereits reagiert. 2020 wird der Caritasverband Paderborn bereits 99 Plätze in betreuten Wohngemeinschaften anbieten. Auch das Angebot an Plätzen in Tagespflegehäusern wird weiter ausgebaut. In diesem Jahr wird das Wohnprojekt „Sünkeler Hof“ im Riemekeviertel mit einem Tagespflegehaus, einem Sozialstationsbüro und einer betreuten Senioren-Wohngemeinschaft an den Start gehen.