"Interessiert, die Dinge weiterzuentwickeln"

Die Nachfolge ist geregelt: Friedhelm Hake (2.v.l.) mit Dr. Eva Brockmann und Dominik Neugebauer (Mitte). Links Vorstand Patrick Wilk, rechts der Vorsitzende des Caritasrats Hubert Böddeker. Die Nachfolge ist geregelt: Friedhelm Hake (2.v.l.) mit Dr. Eva Brockmann und Dominik Neugebauer (Mitte). Links Vorstand Patrick Wilk, rechts der Vorsitzende des Caritasrats Hubert Böddeker. Friedhelm Hake, Leiter der Sozialen Dienste im Caritasverband Paderborn, ist Ende September in den Ruhestand gegangen. Seit mehr als dreißig Jahren arbeitete er im Caritasverband Paderborn, davon zwei Jahrzehnte in verantwortlicher Position. Seine Nachfolger sind Dr. Eva Brockmann und Dominik Neugebauer.

1999 übernahm Friedhelm Hake die Leitung der Suchtkrankenhilfe, 2000 wurde er Bereichsleiter, 2006 Gesamtleiter des neuformierten Bereichs „Soziale Dienste“. Zwölf neue soziale Dienste hat der Caritasverband Paderborn seitdem eröffnet. 19 sind es heute insgesamt, mit mehr als 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Mit vielen Diensten hat der Caritasverband in den vergangenen Jahren Neuland betreten. Dazu zählen das Projekt „Kurve kriegen“ für strafunmündige jugendliche Intensivtäter, die Landeskoordininierungsstelle Sucht, das Fanprojekt, die Jungenberatung MUT.ich oder die Online-Suizidprävention [U25].

Diese wegweisenden und ohne Ausnahme erfolgreichen Projekte seien der Innovationsfreude von Friedhelm Hake zu verdanken, sagte Caritas-Vorstand Patrick Wilk während der Abschiedsfeier, an der zahlreiche Kollegen, Freunde und Partner aus anderen Verbänden sowie aus Stadt und Kreis Paderborn teilnahmen. Die Konzepte von Friedhelm Hake seien von einem Willen zur Niedrigschwelligkeit und der Bereitschaft zur Kooperation mit Partnern gekennzeichnet, betonte Patrick Wilk. Entsprechend groß und nachhaltig sei das Netzwerk, in das die sozialen Dienste der Caritas heute in Stadt und Kreis Paderborn eingebunden sind.

Die Offenheit im Umgang betonte Petra Erger, Leiterin des Jugendamtes der Stadt Paderborn. Die Zusammenarbeit mit Friedhelm Hake sei immer von großer „Fachlichkeit, Zuverlässigkeit und einem menschlichen Umgang“ geprägt gewesen. Friedhelm Hake sei immer daran interessiert, „die Dinge weiterzuentwickeln“, sagte Petra Erger

„Ich kann an Veränderung nichts Bedauerliches entdecken“, sagte Friedhelm Hake in seiner Abschiedsrede. Er habe immer das Ziel gehabt, die sozialen Angebote an neue Bedarfe anzupassen. Hake erinnerte an seinen „Ziehvater“, den verstorbenen Caritas-Geschäftsführer Hermann-Josef Günnewig, und würdigte besonders die lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Vorstand Patrick Wilk.

Der Gestaltungs- und Veränderungswille wird Friedhelm Hake weiter prägen. Zusammen mit seiner Frau Elisabeth betreibt er in Delbrück eine Praxis als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut.

Während der Veranstaltung im Forum St. Liborius stellten sich Dr. Eva Brockmann und Dominik Neugebauer als Nachfolger von Friedhelm Hake vor. Seit dem 1. Oktober leiten sie als Doppelspitze den Bereich „Soziale Dienste“. Hake hatte sie selbst als Stellvertreter in Verantwortung gebracht und die Übergabe in den letzten Monaten vorbereitet.