Großzügige Spende für das Clemens August von Galen Haus

(von links) Ursula Fischer, Sarah Kröning, Mechthild Kückmann, Elisabeth Osiewacz, Annegret Hamschmidt, Anneliese Wiedner, Ulla Ramsel Die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) hat dem Clemens August von Galen Haus eine Spende über 1500 Euro überreicht. Das Delbrücker Altenheim will mit der Geldsumme Projekte realisieren, die sonst kaum möglich wären.

Die Idee zu der Spende kam den kfd-Frauen, als sie beim Sommerfest das Clemens August von Galen Haus besuchten. Die Arbeit, die in dem Haus geleistet wird, überzeugte die Frauen. Schnell stand der Entschluss fest, einen Teil der Gewinne, die am kfd-Stand auf dem Katharinenmarkt erzielt werden, an das Altenheim weiterzugeben.

Ursula Fischer, die Leiterin der Einrichtung, freut sich über derart unverhoffte Einnahmen. Sie hat das Geld bereits verplant. So soll ein Gutteil der Spende dafür verwendet werden, Ausflüge für die Bewohner möglich zu machen. Das Haus muss dann immer besonders ausgestattete Taxis mieten. Die Kosten dafür gibt das übliche Budget nicht her. Dank kfd-Spende ist es auch im kommenden Jahr möglich, die Taxis zu beauftragen und für die Bewohner eine Auszeit in der Umgebung zu planen.

Ein weiteres Projekt, das der Einrichtungsleiterin am Herzen liegt, ist die Förderung der Musiktherapie im Haus. Vor allem Menschen mit Demenz reagieren positiv auf musikalische Angebote. Leider werden solche Angebote durch die Pflegekassen nicht abgedeckt. Deshalb sind Spenden unabdingbar.

Beim Besuch der kfd-Frauen erläuterte Ursula Fischer das besondere Konzept des Clemens August von Galen Hauses. Die Bewohner leben zu zwölft in kleinen Hausgemeinschaften, die viel Nähe und familiäre Atmosphäre bieten. Eine Hausgemeinschaft ist spezialisiert auf Kurzzeitpflege für Menschen, die für einige Tage bis zu mehreren Wochen ins Clemens August von Galen Haus ziehen – etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn die Angehörigen selbst verhindert sind. Auch elf Jahre nach der Eröffnung gilt das Clemens August von Galen Haus als wegweisend, wenn es um neue Wohnformen für pflegebedürftige Menschen geht.

Vor allem aber versteht sich das Clemens August von Galen Haus als ein offenes Haus, das in das soziale Leben von Delbrück eng eingebunden ist. Mehr als 60 Ehrenamtliche arbeiten in dem Altenheim mit. Darüber hinaus engagieren sich viele Delbrücker Vereine für die Einrichtung: Die kfd-Frauen mit ihrer großzügigen Spende sind das beste Beispiel dafür.